JUGENDHILFE NEU GEDACHT
Was junge Menschen brauchen und was Systeme dafür ändern müssen
Die Kinder- und Jugendhilfe steht an einem Wendepunkt. Trotz Investitionen von über 70 Milliarden Euro jährlich steht das System mehr denn je vor großen Herausforderungen. Fehlende Plätze, immer jüngere Kinder, die in Obhut genommen werden müssen, zu wenig Fachkräfte und das Gefühl, dass Fälle immer komplexer werden, lassen die Akteure im System der Kinder- und Jugendhilfe überfordert und zum Teil hilflos zurück. Dabei ist klar: Geld allein heilt keine Struktur, die offensichtlich an sich selbst krankt.
Was ist los in der Kinder- und Jugendhilfe und was braucht es, um das System wieder wirkungsvoll, bedürfnisorientiert und effizient zugleich zu machen? Welche Rolle spielen Prävention und Frühintervention und können entsprechende Maßnahmen in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe noch ausgebaut werden? Wie kann die Wirksamkeit und Effizienz von Hilfen gemessen und optimiert und Hilfen dadurch wirkungsorientierter eingesetzt werden? In ihren Vorträgen widmen sich die Referent*innen diesen und weiteren Fragen und betrachten diese aus unterschiedlichen Perspektiven, ohne dabei jedoch den Blick auf das Ganze zu verlieren.
In der abschließenden Podiumsdiskussion mit allen Referent*innen sowie Vertreter*innen der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe werden die Ergebnisse und Fragestellungen des Vormittags gemeinsam vertieft und weiterentwickelt. Ziel ist es, konkrete Perspektiven dafür zu entwickeln, wie Jugendhilfe neu gedacht und neu gemacht werden kann.
Am Nachmittag erfolgt eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Themen des Vormittags in verschiedenen Workshops. Hier stellen Träger von Einrichtungen eigene Konzepte und Ideen vor, die erste Einblicke in eine zukunftsweisende Jugendhilfe geben sollen.
