Aktuelles


Politik zu Besuch in Einrichtungen des VPK

In den letzten Wochen sind Bundestagsabgeordnete von Lüneburg in Niedersachsen bis Buchen in Baden-Württemberg der Einladung des VPK-Bundesverbandes gefolgt und haben sich über die Arbeit der VPK-Mitgliedseinrichtungen sowie die vom VPK initiierte Kampagne "Wir behüten Kinder informiert.

 

Wir freuen uns sehr über das Interesse und öffnen unsere Türen gerne auch für weitere interessierte Gäste.

 

Hier geht's weiter.

 

Bild 1: Dr. Dorothee Schlegel (MdB) zu Besuch in der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung STEPS in Buchen.

Bld 2: Thomas Mahlberg (MdB) zu Besuch in der Einrichtung "Spectrum Erziehungshilfe" in Duisburg.

 

Aktuelles


Handreichung Schutzkonzepte erschienen

Die Prävention zur Vermeidung von sexualisierter und nichtsexualisierter Gewalt hat in der Kinder- und Jugendhilfe eine große Bedeutung. Sie ist Auftrag und Verpflichtung zugleich. Der VPK sieht sich als Dachverband von privaten Trägern der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe hier besonders in der Verantwortung und schreibt dem Schutz junger Menschen in den Hilfesystemen eine hohe Priorität zu. Vor diesem Hintergrund hat der VPK auf Bundesebene im Januar 2016 mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Missbrauchs (UBSKM) eine Vereinbarung geschlossen. Darin verpflichtet sich der VPK, seine Mitgliedseinrichtungen darin zu unterstützen, Schutzkonzepte zu erarbeiten. Diese Schutzkonzepte sollen einrichtungsindividuell und passgenau entwickelt und als Richtlinie für das fachliche Handeln bis Ende 2018 umgesetzt werden.

 

Der VPK hat zur Entwicklung einer Handreichung eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Die nunmehr fertiggestellte Broschüre soll Kolleg*innen in den Mitgliedseinrichtungen des VPK und darüber hinaus bei der einrichtungsinternen Erarbeitung von Schutzkonzepten unterstützen und motivieren. In der Handreichung werden konkrete Aspekte beschrieben und hinsichtlich der Umsetzung differenziert dargestellt. Die Autor*innen der Handreichung haben sich hierbei u.a. am "Abschlussbericht Runder Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" orientiert. Außerdem wurden zentrale Aspekte aus den Handlungsleitlinien zur Prävention und Intervention integriert, die durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter beschlossen wurden.

 

Die Erstellung eines Schutzkonzeptes ist als dynamischer und kontinuierlicher Prozess zu verstehen. Ein einmal erreichter Standard ist qualitativ in dem Maße zu halten, in dem das Konzept weiterentwickelt, fortgeschrieben und an Veränderungen angepasst wird.

 

Bei aller Notwendigkeit, durch systematische Verfahren Risikobereiche in den Einrichtungen zu identifizieren und Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren und das ist das Ziel dieser Handreichung bleibt der Förderauftrag zur Entwicklung junger Menschen mit Hilfebedarf im zentralen Fokus. Das Selbstverständnis der im VPK organisierten Träger basiert auf einer bestmöglichen Hilfeleistung für junge Menschen und nicht auf dem möglichen Risiko durch junge Menschen oder Mitarbeiter*innen einer Einrichtung. Dieses Selbstverständnis beinhaltet ausdrücklich das Interesse an einer vertrauensvollen, kollegialen Zusammenarbeit in den Einrichtungen und impliziert einen professionell reflektierten und von Wertschätzung, Wohlwollen und Respekt geprägten Umgang mit den anvertrauten jungen Menschen hinsichtlich Nähe und Distanz.

 

Schutzkonzepte führen in der einrichtungsinternen Kommunikationsstruktur zu mehr Transparenz und zur Erhöhung der professionellen Sensibilität für grenzverletzende Situationen. Sie fördern eine grenzachtende Kultur und dienen daher auch dem Schutz der Mitarbeiter*innen. Schutzkonzepte kommen dem Bedarf der Mitarbeiter*innen nach Orientierung und Sicherheit entgegen; sie sind dadurch weniger dem Risiko ausgesetzt, durch grenzverletzendes Verhalten anderer in Mitleidenschaft gezogen oder mit Falschbeschuldigungen konfrontiert zu werden.

 

Den VPK hat es besonders gefreut, dass der Unabhängige Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Herr Johannes-Wilhelm Rörig, ein Grußwort für die Handreichung formuliert hat und darin u.a. deutlich macht, dass "diese Handreichung ein starker Ausdruck dafür [ist], wie verantwortungsvoll sich der VPK dem Kinderschutz stellt und wie engagiert er seine Mitglieder auf dem Weg zu Schutzkonzepten in den Einrichtungen vor Ort unterstützt und motiviert".

 

Die Sicherstellung des Kinderschutzes sowie die Unterstützung der Einrichtungen bei der Umsetzung von Schutzkonzepten –  dies soll mit der vorliegenden Handreichung erreicht werden.

 

Die Broschüre wird an Mitglieder des VPK kostenfrei ausgegeben. Nichtmitglieder können sie ab sofort gegen Erstattung der Portokosten über die Bundesgeschäftsstelle des VPK (info@vpk.de) erwerben.Alternativ finden Sie die "Handreichung zur Entwicklung und Umsetzung eines Schutzkonzeptes" an dieser Stelle auch zum Download.

 

Aktuelles


Blickpunkt Jugendhilfe Heft 5/2017

Schwerpunkt:

Vernunft und Verantwortung: Anforderungen an eine Reform der Kinder- und Jugendhilfe

 

  • Editorial
    Werner Schipmann
  • Vernunft und Verantwortung: Anforderungen an eine Reform der Kinder- und Jugendhilfe
    Wolfgang Hammer
  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Inobhutnahme (§ 42 SGB VIII): Welche Rolle spielen partizipative Prozesse im Kinderschutz?
    Stefan Rücker, Peter Büttner
  • Welche Kosten, Erfolgsquoten und Effektstärken weisen Hilfen zur Erziehung auf - und was lernen wir daraus für die Praxis?
    Michael Macsenaere
  • Buchbesprechungen
  • Aus dem VPK
  • Informationen
  • Mitteilungen
  • Autor*innen/Impressum

 

Herausgeber:

VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.

 

Hier können Sie Heft 5/2017 als kostenlose PDF-Datei herunterladen.

 

Aktuelles


VPK-PODIUM 2017

Am 25. April 2017 fand in München das VPK-PODIUM zum Thema „... denn Kindeswohl ist aller Wohl! Vom unbestimmten Rechtsbegriff zum praxisleitenden Einrichtungskonzept" statt.

 

Junge Menschen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben ein unbedingtes Recht, dass ihr körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden sichergestellt und gefördert wird. Dieser
(präventive) Kinderschutz gehört zu den zentralen Aufgaben und selbstverständlichen Verantwortlichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe. Der Staat hat keine positive Norm für den Begriff des Kindeswohls definiert – insoweit nähert sich die Rechtsprechung diesem Begriff quasi im Umkehrschluss von seiner negativen Ausprägung einer „Kindeswohlgefährdung“ im Sinne einer ablehnenden Norm. Somit liegen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe keine verbindlichen Standards dafür vor, was dort unter „Kindeswohl“ allgemeinverbindlich zu verstehen ist. Die damit im Zusammenhang stehenden Fragestellungen werfen ethische, fachliche, personelle, aber auch finanzielle Fragen auf, die das diesjährige PODIUM aufgreift: Was konkret bedeutet die Sicherstellung des „Kindeswohls“ für Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung? Wie lässt es sich dort auf welchen Grundlagen und mit welchen Wirkungen präzisieren? Welche Voraussetzungen und Konsequenzen erfordert dies, welche müssen vorhanden sein und/oder geschaffen werden?

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Thema im Sinne einer Qualitätsentwicklung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufgegriffen und Fragestellungen erörtert, für die im Sinne der unbedingten Sicherstellung des Kindeswohls eine Notwendigkeit zur Reflexion besteht.


Dazu konkretisierte Prof. Dr. Reinhard Wiesner den unbestimmten Rechtsbegriff „Kindeswohl“. Prof. Dr. Peter Schruth beschrieb die Erfordernisse eines funktionierenden Beschwerdemanagements und von Ombudschaften, Prof. Dr. Peter Zimmermann legte die Notwendigkeit von verlässlichen Bindungen für die Entwicklung und Sicherstellung des Kindeswohls dar und Martin Stoppel schilderte, wie das Kindeswohl in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in der Praxis konkret sichergestellt werden kann. Zudem beschrieben Betroffene, welche (Lebens-)Auswirkungen ein Missbrauch hat, und der VPK-Bundesverband stellte den Stand der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen „Kindeswohl“ sowie „Schutzauftrag in Einrichtungen“ vor.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in Kürze hier.

 

Flyer zum Download

 

 

Aktuelles


Wir behüten Kinder

Unter dem Motto „Wir behüten Kinder“ hat der Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e. V. (VPK) in dieser Woche eine Kampagne zur Stärkung der Erziehungshilfen gestartet. Mit dieser Aktion möchte der VPK Politik, Fachöffentlichkeit sowie Verantwortliche der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe motivieren, sich den Hut für eine gut durchdachte Reform der Kinder- und Jugendhilfe aufzusetzen.

 

Martin Adam, Sabine Jurschek, Hermann Hasenfuß (Präsidium des VPK-Bundesverbandes e.V.)

 

Hier geht es zur Kampagne „Wir behüten Kinder

 

Hier finden Sie die Presseinformation zur Kampagne

 

Hier finden Sie unser Positionspapier zur Kampagne

Aktuelles


Stellungnahme zum SGB-VIII-Entwurf

Hier finden Sie die Stellungnahme des Bundesverbandes privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. (VPK) zum Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen - KJSG vom 17.03.2017.

 

Download der Stellungnahme

Aktuelles


Blickpunkt Jugendhilfe Heft 3+4/2017

Dokumentation PODIUM 2017

"... denn Kindeswohl ist aller Wohl!"

Vom unbestimmten Rechtsbegriff zum praxisleitenden Einrichtungskonzept

  • Editorial
    Werner Schipmann
  • Begrüßung
    Martin Adam
  • Begrüßung
    Kerstin Kranz
  • Moderation
    Sophia Reichardt
  • Grußwort
    Harald Britze
  • "Handeln rettet Seele"
    Hjördis Wirth
  • "Kindeswohl in Einrichtungen - zur Konkretisierung eines unbestimmten Rechtsbegriffs"
    Reinhard Wiesner
  • "Beschwerdemanagement und Ombudschaft sichern Kindeswohl"
    Peter Schruth
  • Bericht aus der VPK-Arbeitsgruppe "Kindeswohl"
    Sabine Juraschek
  • Bericht aus der VPK-Arbeitsgruppe "Schutzauftrag"
    Andreas Schrenk
  • "Bindung fördert Kindeswohl"
    Peter Zimmermann
  • "Kindeswohl in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe - Problemstellungen und -lösungen für den pädagogischen Alltag"
    Martin Stoppel

Buchvorstellung

Aus dem VPK

Informationen

Autor*innen

Impressum

 

Herausgeber:

VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.

 

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