Selbstverständnis

Grundsatzpapier zum Selbstverständnis und den Zielen des VPK

Präambel:
Private Unternehmen sind in der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe unverzichtbar. Sie stellen mit Ihren Leistungsangeboten sicher, dass nicht nur ein Qualitäts-, sondern auch ein Preis Wettbewerb zwischen den unterschiedlichen Anbietern zum Wohl von Staat und Gemeinschaft stattfindet. Ein offener und fairer Wettbewerb von unterschiedlichen Leistungsanbietern ist der Garant für Wachstum, Wohlstand, Qualität und Kostentransparenz in Staat und Gesellschaft.
Der VPK hält im Rahmen eines so verstandenen Wettbewerbs die Vereinbarkeit eines Kosten- auf der einen mit einem Qualitätswettbewerb auf der anderen Seite nicht nur für möglich, sondern im Interesse der Nutzer/innen der Angebote wie auch der Kostenentwicklung für unentbehrlich. Der Staat soll sich dabei auch in der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe auf seine wichtigen Kernaufgaben beschränken.


Grundlage für eine wirksame Daseinsvorsorge ist eine soziale Marktwirtschaft, die mit Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und dem Willen zur unternehmerischen Freiheit die Voraussetzungen schafft, um die erforderlichen finanziellen Mittel zur Erfüllung der gesellschaftlich wichtigen Aufgaben im Sozialbereich zur Verfügung zu stellen.

In diesem Sinne ist die Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe unmittelbar von einer funktionierenden und effizienten sozialen Marktwirtschaft abhängig: Der VPK bekennt sich deshalb ausdrücklich zu den Grundzügen dieser sozialen Marktwirtschaft und fördert sie nach Kräften.
 

Selbstverständnis und Ziele des VPK:

Im VPK sind bundesweit private Träger mit Ihren Unternehmen organisiert, die auf Grundlage des Sozialgesetzbuches (SGB) Leistungen in der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe erbringen. Der Verband unterstützt diese organisierten Träger und ist Interessenvertreter gegenüber Politik und Gesellschaft.
 
Der VPK-Bundesverband versteht sich dabei als Dachverband juristisch eigenständiger Landesverbände und eines bundesweiten Fachverbandes für Vorsorge und Rehabilitation.
Der VPK orientiert sich am Grundprinzip der unternehmerischen Freiheit von Leistungsanbietern in der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe - er ist leistungs-, kosten- und qualitätsorientiert.
Private Unternehmer sind in der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe unverzichtbar; der VPK tritt deshalb konsequent für eine Förderung von Markt und Wettbewerb ein und engagiert sich für die Privatisierung sozialer Dienstleistungen.
 
Der VPK hält die fortschreitende Europäisierung auch im Bereich der sozialen Dienste für wichtig und tritt dabei für eine Harmonisierung und Liberalisierung der Dienstleistungen ein.
Der Verband steht für Transparenz, Qualität und Kostenbewusstsein ebenso wie für Eigenverantwortung und Leistungsorientierung. Die Selbstbestimmung und Beteiligung von Leistungsberechtigten ist ein unverzichtbares und weiter auszubauendes Gut.
Der VPK lehnt Monopol- und Oligopolbildungen in der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe ab. Die Verwirklichung des Wunsch- und Wahlrechtes erfordert ein plurales Angebot von unterschiedlichen Trägern in der Jugendhilfe.
 
Der VPK tritt für dienstleistungs- und adressatenorientierte Angebote im Interesse der Kunden und für einen fairen Wettbewerb zwischen den ver-schiedenen Leistungserbringern ein. Dazu bedarf es der vollen Gleichbehandlung und Gleichberechtigung aller Träger nach dem Sozialgesetzbuch. Eine wirksame Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe stellt hinreichend präventive und regionale Leistungsangebote zur Verfügung.
 
Qualität ist in Verbindung mit dem Preis das wichtigste Entscheidungskri-terium für oder gegen ein Angebot der Jugendhilfe. Auf dieser Grundlage fordert der VPK eine weitere Stärkung von Professionalität im Rahmen von Fachlichkeit und Kompetenz zur weitern Verbesserung der Qualität in den Leistungsangeboten der Jugendhilfe.
 
Zur Herstellung und Absicherung von Qualität, Effizienz und Effektivität der Arbeit sind umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen in verschiedenen Bereichen und zu unterschiedlichen Themen erforderlich. Der VPK fordert, entsprechende Untersuchungen finanziell zu fördern, damit Leistungsangebote der Jugendhilfe zukünftig auch wissenschaftlich hinsichtlich ihrer Effizienz und Effektivität entsprechend abgesichert sind.
 
Der VPK ist der Auffassung, dass für die Leistungserbringung in der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe freie Träger der Jugendhilfe zuständig sind. Die öffentlichen Träger sollen sich in erster Linie auf ihre hoheitlichen Aufgaben im Rahmen von Planung und Beteiligung sowie Entscheidung und Evaluation beschränken. Insbesondere führen sie Aufgaben durch, die sich aus ihrem staatlichen Wächteramt ergeben; diese beinhalten die Gefahrenabwehr sowie präventive Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.